UNESCO Weltkulturerbe und Welterbestätten in Österreich
1. Historische Städte und Bauwerke: Kulturelle Errungenschaften der Menschheit
Vier Städte und ihre markanten Bauwerke stehen für die architektonische und kulturelle Entwicklung Europas. Ihre UNESCO-Auszeichnung würdigt den außergewöhnlichen Erhaltungszustand und die Bedeutung ihrer historischen Stadtbilder.
2. Kulturlandschaften und Naturerbe: Koexistenz von Mensch und Natur
Kulturlandschaften in Österreich zeigen, wie sich natürliche Formationen und menschliches Wirken über Jahrhunderte miteinander verflochten haben. Ob Weinterrassen, Flusstäler oder alpine Regionen – hier verschmelzen Baukunst, Landwirtschaft und Naturraum zu einzigartigen Lebensräumen.
3. Technische und prähistorische Innovationen: Zeugnis menschlicher Kreativität
Innovative Bauweisen, frühe Siedlungsformen und technische Pionierleistungen machen mehrere Stätten in Österreich zu bedeutenden Beispielen für menschliche Erfindungskraft. Sie verbinden archäologische Bedeutung mit eindrucksvollen Landschaften.
4. Historische Grenzen und Verteidigungslinien: Militärisches Wissen früherer Zeiten
Der Donaulimes verdeutlicht strategisches Denken und militärische Baukunst des Römischen Reiches. Seine Überreste erzählen vom Leben an einer historischen Grenze und geben Einblicke in die Entwicklung früher Verteidigungssysteme.
Historisches Zentrum: Stadt Salzburg
Salzburgs Altstadt zeigt, wie sich Kunst, Religion und Handel über Jahrhunderte zu einem einzigartigen Stadtbild verdichtet haben. Zwischen Dom, Festung und den schmalen Gassen wird sichtbar, wie der Wohlstand aus dem Salzhandel ambitionierte Bauprojekte ermöglichte – und die Fürst-Erzbischöfe eine der prägendsten Barockstädte Europas formten. Die Geburtsstadt Mozarts verbindet urbane Dichte mit der Nähe zur Landschaft und schafft ein Stadtgefühl, das Tradition, Kultur und Umgebung selbstverständlich zusammenführt.
Die schönsten Seiten von Salzburg und dem SalzburgerLand:
1996 wurde Salzburgs Altstadt UNESCO-Welterbe. Die Stadt vereint deutsche und italienische Kultur, prächtige Architektur und Mozarts Erbe. Spürt Salzburgs Welterbe und erlebt Geschichte, Kunst und Musik hautnah!
Historisches Zentrum: Wien
Das historische Zentrum Wiens zeigt, wie sich drei Jahrhunderte europäischer Stadtentwicklung vereinen: das Mittelalter mit dem gotischen Stephansdom, die Barockzeit mit der Hofburg und die prachtvolle Ringstraßen-Ära des 19. Jahrhunderts mit Staatsoper und Kunsthistorischem Museum. Kirchen, Palais und Parks prägen das Stadtbild und verleihen dem 1. Bezirk imperiales Flair. Musiktradition, umfangreiche Sammlungen, Kaffeehäuser und historische Hoflieferant:innen runden das kulturelle Erlebnis ab. Wiens Altstadt ist ein lebendiges Zeugnis von k.-u.-k.-Architektur, Kultur und Geschichte.
Die schönsten Seiten von Wien:
Wiens Altstadt gehört seit 2001 zum UNESCO-Welterbe. Der 1. Bezirk, Schloss Belvedere und Palais Schwarzenberg zählen dazu und umfassen etwa 1600 historische Objekte. Erlebt die Musikstadt in allen wichtigen Kulturphasen – von Mittelalter über Gründerzeit bis heute.
Historisches Zentrum: Stadt Graz und Schloss Eggenberg
Das historische Zentrum von Graz sowie Schloss Eggenberg bilden ein einzigartiges Ensemble, das Stadtgeschichte und aristokratische Dynastien vereint. Zwischen Schlossberg und der Mur zeigen gotische Kirchen, Renaissancehöfe und barocke Häuser die Entwicklung der Stadt Graz, ergänzt durch die barocke Residenz der Eggenberger. Graz war seit dem Mittelalter ein Schnittpunkt von Balkan, Alpen und Mittelmeer und unter den Habsburgern Residenz von Kaiser Friedrich III. Schloss Eggenberg, erbaut ab 1625, ist von einem weitläufigen Park umgeben, der im 19. Jahrhundert zu einem Landschaftsgarten wurde.
Die schönsten Seiten von Graz und der Steiermark:
Das historische Zentrum von Graz wurde 1999 UNESCO-Welterbe, Schloss Eggenberg 2010. Entdeckt gotische, Renaissance- und Barockbauten, die Geschichte von Stadt und Schloss lebendig erzählen.
Great Spa Towns of Europe: Baden bei Wien
Die Stadt Baden bei Wien wuchs rund um seine kostbaren heißen Schwefelquellen, die schon in der Römerzeit genutzt wurden. Das historische Stadtbild vereint elegante Kurarchitektur, Bauten der Monarchie und die offene Landschaft des Wienerwaldes. Der Kurpark bildet bis heute das grüne Zentrum dieser Tradition. Gleichzeitig war Baden ein Ort neuer Impulse: Kaiser Franz Joseph I verbrachte hier seine Sommer, und Künstler:innen fanden Raum für Ideen. Ludwig van Beethoven hielt sich mehrfach in der Stadt auf und arbeitete während eines Aufenthalts an der „Ode an die Freude“.
Die schönsten Seiten von Baden bei Wien und Niederösterreich:
Die „Great Spa Towns of Europe“ wurden 2021 UNESCO-Welterbe. Badens Schwefelquellen sind seit der Römerzeit belegt. Die Kernzone umfasst Altstadt, historische Badeanlagen, Kurhaus, Kurpark, traditionsreiche Hotels und den Villengürtel bis ins Helenental.
Kulturlandschaft Hallstatt-Dachstein im Salzkammergut
Mitten im Salzkammergut, das sich über Oberösterreich, Salzburg und die Steiermark erstreckt, liegt die Kulturlandschaft Hallstatt‑Dachstein und reicht vom Hallstätter See bis zum Dachsteinmassiv. Hallstatt, Gosau, Obertraun und Bad Goisern liegen am Fuß des Gebirges. Seit der Bronzezeit prägt Salzbergbau das Leben der Region und legte den Grundstein für Wohlstand. Die kulturelle Blüte ab ca. 800 v. Chr. gab einem Abschnitt der Eisenzeit ihren Namen: die Hallstattzeit. Reiche Holzarchitektur, gepflegtes Brauchtum und die harmonische Verbindung von Dörfern, Bergen und Seen zeigen das enge Zusammenspiel von Mensch und Natur. Über Jahrtausende sind Kultur und Landschaft so zu einem einzigartigen Ensemble zusammengewachsen.
Die schönsten Seiten der Region Hallstatt-Dachstein:
Die Region Hallstatt‑Dachstein im Salzkammergut ist seit 1997 UNESCO‑Welterbe. Entdeckt Europas älteste Salzlandschaft: Jahrtausende Salzabbau, alpine Natur und lebendige Kultur in einem einzigartigen Ensemble!
Kulturlandschaft: Wachau
Die Wachau in Niederösterreich zieht sich über nur 36 Kilometer entlang der Donau, ist aber eine der bedeutendsten Kulturlandschaften Europas. Weinbauterrassen, malerische Dörfer, Stifte, Burgen und Ruinen prägen das historische Bild. Natürliche Elemente wie das gewundene Donautal, Auwälder und schroffe Felsen verschmelzen harmonisch mit menschlich gestalteten Strukturen. Die jahrhundertelange Verbindung von Natur, Kultur und Landwirtschaft macht die Wachau zu einem UNESCO-Welterbe, das Einblicke in Geschichte, Architektur und die Tradition des Weinbaus bietet.
Die Wachau wurde 2000 UNESCO-Welterbe. Entdeckt Weinbauterrassen, Stifte und Burgen vom Stift Melk über Schloss Schönbühel bis zur Ruine Aggstein – eingebettet in das einzigartige Donautal mit Aussicht auf die Weite der Kulturlandschaft!
Kulturlandschaft: Fertő-Neusiedler See
An Mitteleuropas größtem Steppensee treffen die ungarische Puszta und der österreichische Schilfgürtel aufeinander. Die grenzüberschreitende Kulturlandschaft Fertő-Neusiedler See reicht von der Pannonischen Tiefebene über den Neusiedler See bis zu seinen malerischen Ortschaften. Prachtvolle Weingärten und ausgedehnte Hutweiden, auf denen Graurinder und weiße Esel grasen, prägen die Region. Archäologische Denkmäler, Kalksandsteinbrüche, antike Heiligtümer, Streckhöfe und Schlösser zeugen von einer jahrtausendwährenden Siedlungsgeschichte und dem engen Zusammenspiel von Natur und Kultur.
Die schönsten Seiten des Neusiedler Sees und des Burgenlands:
Die Kulturlandschaft Fertő-Neusiedler See ist seit 2001 UNESCO-Welterbe. Entdeckt den Neusiedler See, das Biosphärenreservat Neusiedler See-Seewinkel sowie 30 Gemeinden in Österreich und Ungarn – ein historischer Treffpunkt von Natur, Kultur und jahrhundertlangem Austausch.
Weltnaturerbe: Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen
Die Buchenwälder, die Europa seit der letzten Eiszeit prägten, sind heute nur noch in Resten erhalten. Mehr als 5.000 Hektar alte Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen in Oberösterreich wurden deshalb als schützenswertes UNESCO-Weltnaturerbe aufgenommen, gemeinsam mit ähnlichen Wäldern in zehn europäischen Staaten. Die Schutzgebiete bewahren alte Wälder, natürliche Dynamik sowie eine außergewöhnliche Artenvielfalt und zeigen, wie ursprünglich Mitteleuropa einmal aussah.
Die schönsten Seiten der Nationalsparks in Österreich:
Die Buchenwälder im Nationalpark Kalkalpen wurden 2017 als UNESCO-Weltnaturerbe anerkannt: Mit 209 km² ist er Österreichs größter Waldnationalpark, drei Viertel dieser Fläche sind Wildnis. Staunt über die ursprüngliche Natur!
Technisch bauliche Meisterleistung: Die Semmeringeisenbahn
Der landschaftlich schönste Weg von Wien in den Süden Österreichs führt über die Semmeringeisenbahn in die Region des „Zauberbergs“ Semmering. Bereits 1841 erteilte Wiener Staatsminister Kübeck den Auftrag zum Bau einer Bahnlinie nach Triest. Unter der Leitung des aus Venedig stammenden Bauingenieurs Carl Ritter von Ghega entstand ab 1848 eine technische Meisterleistung: Über den fast 1.000 Meter hohen Pass – damals weltweit der höchste auf Schienen erreichbare Punkt – wurde die Bahn in nur sechs Jahren vollendet. Die Semmeringbahn gilt als erste Hochgebirgseisenbahn der Welt.
Die schönsten Seiten des Semmerings:
Die Semmeringbahn ist die erste Hochgebirgseisenbahn der Welt und wurde 1998 UNESCO-Welterbe. Eine harmonische Verbindung von Technik und Natur, die noch heute das einzigartige Landschaftsbild der Region Semmering-Rax-Schneeberg prägt. Erlebt diese Meisterleistung hautnah!
Imperialer Prunkbau: Schloss und Park von Schönbrunn
Eine Besichtigung der Hofgemächer von Schloss Schönbrunn eröffnet Einblicke in das Leben der Habsburger Herrscher:innen. Die Gloriette im Schlosspark bietet einen imposanten Ausblick über die Schlossanlage und Wien. Weitere Highlights sind das Palmenhaus mit exotischer Pflanzensammlung und der Tiergarten Schönbrunn – einer der prächtigsten Zoos Europas, der barocke Pavillons mit modernen Tiergehegen verbindet. Schloss und Park von Schönbrunn sind ein bemerkenswertes Beispiel, wie Kunst, Architektur und Natur harmonisch verschmelzen.
Die schönsten Seiten von Schönbrunn:
Schloss Schönbrunn wurde 1996 UNESCO-Welterbe. Die Sommerresidenz der Habsburger mit dem ältesten Tiergarten der Welt zählt zu den bedeutendsten barocken Anlagen Europas. Entdeckt den imperialen Prunk und den weitläufigen Park.
Prähistorische Fundstätten: Pfahlbauten um die Alpen
Um 5.000 v. Chr. siedelten Menschen in den Alpen und errichteten Pfahlbauten – die einzigen unter Wasser liegenden Welterbestätten Österreichs. Die Überreste aus der Jungsteinzeit bis zur Eisenzeit befinden sich in Feuchtgebieten und an Ufern und geben wertvolle Einblicke in frühe Gesellschaften. In Österreich liegen fünf Fundstätten, unter anderem am Attersee, Mondsee und Keutschacher See. Gefundene Werkzeuge und Materialien wie Kupfer und Eisen dokumentieren Handel, technische Innovationen und kulturellen Austausch der damaligen Zeit. Die älteste Siedlung im Keutschacher See stammt aus dem 4. Jahrtausend v. Chr. Die Mondseesiedlung zeigt Handelskontakte mit Bayern und Norditalien, während die Siedlungen am Attersee zwischen 1.690 und 1.260 v. Chr. entstanden.
Die schönsten Seiten der Alpen und der Seen:
Die prähistorischen Pfahlbauten wurden 2011 UNESCO-Welterbe. Besucht die Info-Pavillons in Seewalchen, Attersee und Mondsee und taucht ein in die faszinierende Welt der Pfahlbaumenschen!
Grenzen des römischen Reichs: Der Donaulimes
Die Donau, seit jeher ein Anziehungspunkt für Kulturen, bildete über 450 Jahre die Nordgrenze des Römischen Reichs. Trotz des sumpfigen Ufers errichteten die Römer im Abstand von rund 14 Kilometern Wachtürme, Legionslager und Kastelle zur Grenzsicherung – dem Donaulimes. Die Überreste militärischer Anlagen, ziviler Siedlungen sowie Wirtschafts- und Verkehrsstrukturen sind heute beeindruckende Zeugnisse der antiken Geschichte. Die Fundstätten entlang der Donau in Oberösterreich, Niederösterreich und Wien gehörten zu den römischen Provinzen Noricum und Pannonia.
Die schönsten Seiten der Donau:
Der Donaulimes wurde 2021 UNESCO-Welterbe. Entdeckt die Spuren römischer Grenzbefestigungen und das historische Erbe an 22 Fundstätten entlang der österreichischen Donau!